Man denkt unwillkürlich an den indischen Seiltrick, wenn der Hubtisch fast lautlos und ruckfrei durch die Schubketten in die Höhe gedrückt wird.
Was ist so besonders an diesen Ketten (Patent angemeldet), die von der Firma SMS (www.sms-hebetechnik.de) entwickelt und produziert und bei der Firma GRUSE (www.gruse.de) in Hubtische eingebaut werden? Dazu muss man das Konstruktionsprinzip der Ketten von SMS mit den bisher bekannten Schubketten vergleichen.
Die SMS Schubmastkette (s. Abb. 1) ist eine Art in der Länge veränderbare Stütze, die fast die Form eines Doppel-T-Trägers hat. Sobald die Kette senkrecht aufgerichtet ist, setzen sich die einzelnen Stützsegmente zu einer steifen durchgehenden Säule zusammen. Diese nimmt die Last sicher auf und die Kraftübertragung geschieht im Verhältnis 1:1. Die Krafteinleitung erfolgt von einem Stützsegment zum nächsten über große Auflageflächen. Die einzelnen Kettenlaschen und Bolzen sind im senkrechten Bereich vollständig entlastet und unterliegen daher dort keinerlei Verschleiß. Sie sind somit nahezu wartungsfrei.
Bei den bisher bekannten Schubmastketten (s. Abb. 2) erfolgt die Krafteinleitung durch die seitlichen Kettenlaschen und die Kettenbolzen. Im senkrechten Bereich ist diese Kette nicht wie die SMS Kette entlastet, sondern es entstehen Scherkräfte auf jeden Kettenbolzen, sowie Verschleiß in den Laschenbohrungen.
Für welchen Einsatzzweck werden Hubtische mit Schubmastketten benötigt, wo liegen die Vor- und Nachteile?
Die häufigste Antriebsart in Hubtischen ist die Hydraulik. Bei Ergonomietischen, im Verladebereich und bei vielen Anlagetischen ist der Preis der Hydraulik unschlagbar, so dass Kettenantriebe mit ihrem höheren Preis bei den einfachen Tischen keine Chance haben.
Wenn jedoch hohe Qualität und sehr genaue Steuerungsanforderungen an die Hydraulik gestellt werden, kommen die Vorzüge von Ketten, sowie Spindel- und Riemenantrieben zum tragen.
Allen diesen Systemen gemein ist ein Antrieb über Getriebebremsmotor oft mit einem Frequenzumrichter verbunden, um Hubgeschwindigkeit, sanftes Anfahren oder sanftes Abbremsen programmieren zu können. Wird jedoch höchste Präzision bei den Hubhöhen gefordert, so dass ein Wegemesssystem erforderlich ist, so kann bei der Schubmastkette darauf verzichtet werden.
Bei allen anderen Antriebssystemen erfolgt der Hub durch eine Übersetzung, z.B. im Verhältnis 1:3 oder mehr, die Kette hebt jedoch im Verhältnis 1:1, denn sie ist nicht wie alle anderen Systeme in die Scheren eingebaut, sondern hebt den Oberrahmen des Hubtisches an. Sie kann dadurch sehr präzise gesteuert werden und da sie absolut steif ist und nicht einfedert, ist z.B. ein zusätzliches Wegemesssystem nicht erforderlich. Die Schere dient in diesem Fall nur noch als Führung für die Tischplatte, um sie waagerecht anzuheben. Sowohl der Antrieb als auch die Versteifungen der Hubtischscheren können dadurch kleiner dimensioniert werden. Die Belastung, insbesondere auf die Mittellagerung der Scheren ist erheblich geringer.
Ein weiterer Vorteil gegenüber den bisher bekannten Systemen ist die nahezu Wartungs- und Verschleißfreiheit des Antriebes und die geringeren Energiekosten der kleineren Antriebe.
Der SMS Kettenantrieb ist wesentlich unempfindlicher gegen Stöße und seitliche Belastung, wartungsfrei und kann auch in sensiblen Bereichen eingesetzt werden, in denen kein Öl benutzt werden darf. Hubtische mit SMS Schubmastketten sind besonders geeignet im Automobilbau, im Anlagenbau, in sensiblen Bereichen der Lebensmittel- und Pharmaindustrie und im Theaterbau.
Gruse Maschinenbau GmbH & Co. KG
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